BOGY in der Kursstufe

Was kommt nach der Schule? Berufs- und Studienorientierung am Högy

Abitur – und dann? Diese Frage stellen sich insbesondere die Schülerinnen und Schüler der Kursstufe, deren Schullaufbahn am Högy in absehbarer Zeit endet. Im Anschluss an die Berufs- und Studienorientierung (BOGY) in der Mittelstufe, die unter anderem die Soziale Woche in Klasse 9 und das Berufserkundungspraktikum in Klasse 10 umfasst, gibt es daher am Högy seit diesem Schuljahr auch ein umfassendes BOGY-Angebot für die Kursstufe.

In Anlehnung an den entsprechenden Leitfaden des Kultusministeriums beinhaltet die Berufs- und Studienorientierung in der Kursstufe zahlreiche Module, über die Thorsten Pschierer als zuständiger Lehrer bereits zu Beginn dieses Schuljahrs alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 11 informiert hat. Dazu gehört ein Besuch von Studien- und Ausbildungsbotschaftern am Högy, der alljährliche Studieninformationstag an Universitäten und Hochschulen, die Erstellung eines eigenen Persönlichkeitsprofils, ein gezieltes Recherchetraining sowie eine individuelle Berufsberatung durch die Agentur für Arbeit. Dokumentiert wird die Teilnahme daran in einem Portfolio, mit dem jeder Schüler später beispielsweise die eigene Bewerbung um einen Studien- oder Ausbildungsplatz sinnvoll ergänzen kann.

Als zusätzliches Angebot hat das Högy zudem einen vom Rotary-Club Abstatt-Lauffen organisierten Berufsinformationsabend im Ausbildungszentrum der Firma Schunk im Programm. Hier konnten Anfang November alle Elftklässlerinnen und Elftklässler, jeweils in kleiner Runde, mit zahlreichen Praktikern aus unterschiedlichen Berufen sprechen und sich damit gezielt über bestimmte Berufsfelder informieren – wie immer mit dem Ziel, am Ende der eigenen Schulzeit eine möglichst fundierte Entscheidung treffen zu können, wie es weitergehen soll.

Benjamin Gerig

BOGY am HöGY


Allgemeine Informationen zum BOGY in Klasse 10

Aufgabe des Gymnasiums ist es, die Schülerinnen und Schüler auf das Hochschulstudium vorzubereiten, doch nicht alle Schülerinnen mit Abitur werden studieren. Einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft nach beginnt fast jeder dritte Abiturient in BW eine Ausbildung. Für diese Schüler ist es daher wichtig, möglichst früh Arbeitsfelder außerhalb der Schule kennen zu lernen. Auch für die traditionellen Studiengänge an den Hochschulen hat sich das Anforderungsprofil verändert; fächerübergreifendes Lernen, Gruppen- und Teamarbeit, Eigeninitiative sind neben der fachlichen Kompetenz gefragt. Deshalb sollten die Gymnasien sich frühzeitig den Erfahrungs- und Trainingsfeldern öffnen, die Erkundungsorte außerhalb der Schule anbieten. Dabei sollten Berufsfelder erkundet werden, die gymnasiale Bildung voraussetzen, z.B. Forschungseinrichtungen, Kanzleien von Steuerberatern oder Rechtsanwälten, Krankenhäuser, Zeitungsredaktionen, aber auch Gewerbebetriebe, deren kaufmännische oder technische Abteilungen interessante Erkundungsmöglichkeiten eröffnen.

Berufserkundung in Klasse 10

Ziel der Berufserkundung ist, dass die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Fähigkeiten erproben können, außerschulische Lernorte kennen lernen und einen ersten Einblick in das Berufsleben bekommen. In der Schule wird die Berufserkundung vorbereitet. Der Gemeinschaftskundelehrer informiert über den Ablauf der Berufserkundung, gibt Hilfestellung bei der Suche eines geeigneten BOGY-Platzes, informiert bei Bedarf über bestimmte Berufsfelder. Der Deutschlehrer trainiert z. B. die Techniken, wie man ein Interview führt, ein Protokoll schreibt und einen Bericht verfasst. Die Schüler/ -innen suchen selbstständig Erkundungsstellen und entwerfen Bewerbungsschreiben. Die Schule liefert ein Begleitschreiben, das den schulischen Charakter und die Intention der Berufserkundung verdeutlicht.

Der Erkundungsbericht

Die Schüler/ -innen führen während der Berufserkundung eine Art Tagebuch, in dem sie ihre Tätigkeiten in der Erkundungsstelle festhalten. Außerdem notieren sie, was sie an Informationen in den Gesprächen mit den Mitarbeitern und der Betriebsleitung erfahren haben. Der Bericht wird ergänzt durch eigene Recherchen, die auf den Arbeitsmarkt und die Zukunftsaussichten des gewählten Berufsfeldes zielen. Die Schüler/ -innen erhalten vom Fachlehrer eine Liste der Themen, die im Erkundungsbericht enthalten sein müssen. Der Erkundungsbericht wird vom Fachlehrer korrigiert und bewertet, nach festen Bewertungskriterien, die den Schülern erläutert werden. Beispiele älterer Jahrgänge können bei Wunsch eingesehen werden.

Wie finde ich einen geeigneten BOGY-Platz?

Konzentriere dich auf ein oder zwei Berufsfelder, die dich interessieren, für dich spannend sind. Finde auf verschiedenen Wegen Unternehmen oder Institutionen, bei denen diese Berufsfelder anzutreffen sind. Helfen können dabei Wissen und Verbindungen von Eltern, Verwandten, Bekannten, Freunden.Weitere Informationsquellen bieten die Gelben Seiten, Anzeigen, die lokale oder regionale Presse, Partnerunternehmen der Schule, Magazine zur Berufsorientierung (oft mit Ausbildungsangeboten). Informiere dich über mehrere Unternehmen z.B. auf deren Internetseite. Bewerbe dich rechtzeitig bei deinem Wunschunternehmen, sodass du noch genügend Zeit hast, nach einer Alternative zu suchen, wenn es nicht gleich auf Anhieb klappt. Ganz generell gilt: Betrachte die Herausforderung, einen Praktikumsplatz zu finden, als eine willkommene Chance, für spätere Bewerbungsprozesse bzw. die spätere Studienplatzsuche und Arbeitsplatzsuche zu trainieren. Die Praktikumsstelle muss nicht unter allen Umständen an deinem Schulort oder in dessen Nähe sein. Im Einzelfall kommen auch weiter entfernte bzw. auch im Ausland gelegene Praktikumsstellen in Betracht, wenn die Zielsetzung der Praktika oder Erkundungen in der Region nicht oder nur teilweise zu erreichen sind." Aber wie bei allen Praktikumsplätzen müssen deine Eltern dem zustimmen und alle anfallenden Kosten tragen. Die Schülerinnen und Schüler sind während des BOGYs auf dem direkten Weg zwischen BOGY-Stelle und Zuhause versichert. Bei einer BOGY-Stelle im Ausland müssen die Eltern eine Zusatzversicherung abschließen.

 

 

TIPP: folgende Internet-Adressen können hilfreich sein: www.arbeitsagentur.de www.abimagazin.de www.berufswahl.de www.was-werden.de